Rituelle Körperhaltungen und ekstatischeTrance

Felicitas D. Goodman

felicitas002bbaer-small-editFelicitas D. Goodman, geboren 1914 in Ungarn, lebte in Rumänien, Deutschland und in den USA, wo sie am 30. 3. 2005 in Columbus, Ohio, verstarb. Ihre Wahlheimat war das Gelände Cuyamungue – „rollende Steine“ – in New Mexico in der Nähe von Santa Fe, wo sie auch das Cuyamungue-Institut begründete in dem bis heute die „Rituellen Körperhaltungen“ in Seminaren gelehrt und erforscht werden. In Europa wird diese Arbeit vom „Felicitas-Goodman-Institut n.e.V.“ weitergeführt.

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felicitas_nana_cuyamungue_016-retFelicitas D. Goodman war Doktor der Anthropologie, Linguistikerin, Professorin an der Universität in Columbus/Ohio mit dem Spezialgebiet: „Ekstatische Trancezustände.“ Bei ihren Forschungen über Sprache, Rhythmus und Trancezustände religiöser Gemeinschaften stieß sie vielen alten Kulturen auf trancetypische Statuetten und Abbildungen. Das Ergebnis ihrer Erforschung dieser Bildzeugnisse ist die in jedem Menschen angelegte Möglichkeit des Erfahrens einer heilsamen Trance, induziert durch Körperhaltung und einen Rhythmus von 210 bpm. Diese Methode wird seit mehr als 40 Jahren in vielen Ländern praktiziert.

Felicitas Goodman pflegte zu sagen: „Trance ist eine Brücke zwischen verschiedenen Welten des menschlichen Bewusstseins. Trance ist gesund!“

felicitasfelicitas-vortrag-bremen-1996--11-06_39-2„Der Zustand der Trance ist eine im Menschen angelegte Erfahrungsmöglichkeit. Trance ist die biologische Tür zur anderen, heiligen Wirklichkeit. Das Körpererlebnis allein ist keine Bewusstseinserweiterung. Durch die rituelle Körperhaltung und die damit verbundene Absicht kann man mit allen Sinnen zum ekstatischen Erleben kommen. Ekstatisches Erleben ist das, was wir in der anderen Bewusstseinsdimension erfahren.“ Dr. Felicitas D. Goodman

 

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Lieferbare Bücher von Felicitas Goodman:
Wo die Geister auf den Winden reiten (Verlag Binkey Kok*)
Anneliese Michel und ihre Dämonen: Der Fall Klingenberg in wissenschaftlicher Sicht (Christiana-Verlag)
Die blaue Brücke – Märchen (Privatdruck*)
Ekstatische Trance – Das Arbeitsbuch (AT-Verlag CH)

 

Rituelle Körperhaltungen und ekstatische Trance nach Dr. Felicitas Goodman®
Ein kreativer, heilsamer Weg der Erkenntnis

Unser Körper, unser Geist und unsere Seele bergen in sich alle Möglichkeiten zum Erkennen der Vielfalt von Wirklichkeiten und zur Verbindung mit der eigenen inneren Weisheit.

Zu dieser Erkenntnis gelangte die Anthropologin Dr. Felicitas Goodman (1914-2005) in ihrer über 30jährigen Erforschung und Praxis der „Rituellen Körperhaltungen“ und ihren Wirkungen.

Die von Felicitas Goodman und ihren Mitarbeiterinnen (www.felicitas-goodman-institut.de) erforschten „Rituellen Körperhaltungen“ entstammen vorwiegend aus frühen, von schamanischer Weltsicht geprägten Kulturen. Diese Wurzeln beziehen sich auch auf unser europäisches Kulturerbe.

Zahlreiche archäologische Funde weltweit lassen Rückschlüsse auf das Wissen darüber zu, dass es möglich ist, über eine Körperhaltung in einen veränderten Bewusstseinszustand zu gelangen. Die älteste aufgefundene Statuette, die eine Frau in einer rituellen Körperhaltung zeigt, ist ca. 30.000 Jahre alt, aus Schiefergestein gefertigt und wurde an der Donau gefunden. Wir bezeichnen sie nach ihrer Fundstelle als „die Frau vom Galgenberg.“ Eine weitere berühmte Abbildung einer „außergewöhnlichen“ Körperhaltung ist der „Schamanen von Lascaux“ (ca. 17.000 Jahre alt).

Diese von Dr. Goodman wiederentdeckte Methode der bewussten Wahrnehmung ermöglicht es, willentlich über eine erforschte Körperhaltung und rhythmische Anregung (210 bpm) im veränderten Wach-Bewusstseinszustand zu gelangen.
Die „Rituellen Körperhaltungen“ bergen keine „Erlebnisautomatik“ in sich. Immer wieder offenbaren sich auch in lang vertrauten Haltungen die Bereiche der „anderen Wirklichkeiten“ aus veränderten Blickwinkeln, mit veränderten Einsichten.

Auch wenn unser Wissen über typische Merkmale einer Trancehaltung uns ein brauchbares Repertoire an Beurteilungskriterien liefert, führt nur eine aufmerksame und gewissenhafte Erprobung zu einem verlässlichen Ergebnis.

Das angegebene Alter der Statue oder Felszeichnung, die als Vorlage für eine rituelle Körperhaltung dient, sagt nur etwas aus über den Zeitpunkt der Fertigung. Das Alter der Fertigung erzählt nichts davon, wie lange Zeit das Wissen um die die Welten verbindende Kraft dieser Haltung schon vorhanden war.

Die Methode der „Rituellen Körperhaltungen“ ist keine „Altertums-Konserve“. In welchen Ritualen sie ursprünglich angewendet wurden, wissen wir oft nicht. Wenn wir sie heute bewusst rituell einsetzen und mit unserem Geist und unseren Informationen füllen, dann werden sie unabhängig von ihrer Ursprungskultur zu geistigen Informationsträgern, zu Brücken zwischen den Welten des Bewusstseins.

Die „Rituellen Körperhaltungen“ ermöglichen es, ohne Glaubensdogma und ohne Abhängigkeit von Leitpersonen willentlich einen Zugang zum zeit- und raumlosen Feld des Bewusstseins zu öffnen. So kann für eine „Sucherin nach dem Wunderbaren“ die Methode der „Rituellen Körperhaltungen“ zu einem spirituellen Erkenntnisweg werden.

Die Voraussetzungen zum Aktivieren des heilsamen Zustands der Erkenntnis sind in jedem Menschen angelegt.

Wie gelange ich über eine Rituelle Körperhaltung in ein visionäres Tranceerleben?

Die Arbeit mit den Rituellen Körperhaltungen ist eingebettet in ein Ritual, mit dem sich die Teilnehmer/innen über vielfältige Konzentrationsübungen auf den Zustand der Trance vorbereiten: z.B. gemeinsames Rasseln oder Trommeln, Verbindung mit geistigen Kräften, Energien zur unterstützenden Stärkung im Trance-Ritual.
Die Körperhaltung, über die man in eine Trance-Erfahrung gehen will, muss exakt eingehalten werden. Die Körperhaltung wird statisch eingehalten, in eine Bewegung zu gehen verändert die Art des Bewusstseinszustands, die Richtung und Intensität des Erlebens.
Die 15-minütige rhythmische Anregung (Trommel, Rassel) mit einer raschen Schlagfrequenz von 210 bis 230 Schlägen in der Minute bewirkt den Übergang vom Wachbewusstseinszustand (der im EEG mit 16-32 Hz gemessen wird) in den Thetazustand (im EEG 4-7 Hz) und manchmal auch in den tiefenentspannten Deltazustand (im EEG 1-3 Hz).

Diese Punkte und ein offener Geist und die Bereitschaft zur Erfahrung neuer Einsichten, ohne Festhalten an Gedanken, Vorstellungen und Wertungen sind die einzigen Voraussetzungen zum visionären Erfahren in der Trance.

Was geschieht im Körper während der rituellen Trance?

Die rhythmischen Anregungen mit der schnellen Schlagfrequenz von 210 bis 230 bpm bewirken den Übergang in einen veränderten Wachbewusstseinszustand, den Theta- und manchmal auch den Deltazustand.

Die Rituellen Körperhaltungen zeichnen sich aus durch ein Wechselspiel von Anspannung und Entspannung der Muskeln. Jeder der erforschten Körperhaltungen beinhaltet die Aufmerksamkeit auf jeweils besondere Muskeln in Anspannung. Durch die Verstärkung der Anspannung der „besonders“ gehaltenen Körperteile ist es möglich, die Tiefe und den Verlauf der Trance zu steuern.

Offenbar werden während der ekstatischen Trance beide Seiten des vegetativen Nervensystems aktiviert – der Sympathikus und der Parasympathikus. Der Parasympathikus fördert den Zustand von Ruhe und Entspannung, er spielt auch eine sehr wichtige Rolle in der Sexualfunktion. In dem Erleben während der ekstatischen Trance löst sich erfahrungsgemäß viel affektiv und emotional Gestautes. Auf diesen Erfahrungshintergrund bezogen ist es sehr interessant, dass der Parasympathikus durch Affekte und Emotionen aktiviert wird.

Die starke parasympathische Aktivierung führt zur Herabsetzung des Blutdrucks während der ekstatischen Trance. Wird der Parasympathikus zu stark erregt, kann Übelkeit ausgelöst werden. Ein Zustand, der während oder nach der Trance kurzzeitig auftreten kann.

Zugleich ist die ekstatische Trance zweifelsfrei auch ein Stresszustand. (Stress ist nicht gleich Stress! Eine bestimmte Spannung, auch als „positiver Stress“ bezeichnet, ist für die Leistungsfähigkeit des Menschen sogar förderlich.) Die Aktivierung des Sympathikus während der Trance steigert die Herzleistung und führt somit zu einer Beschleunigung des Pulses. Gleichzeitig wird die Durchblutung von Muskeln und Haut angeregt. Damit einhergehend werden körpereigene Opiate, die Beta-Endorphine, ausgeschüttet. Die biochemische Wirkung der Endorphine ist eine der Ursachen die es ermöglichen, in der Trance ein Gefühl intensiver Freude, Lust und Euphorie zu erfahren. Dieses Gefühl der „Süße“, einer tiefen und bewussten Lebensfreude, kann noch für eine längere Zeit nach der Trance anhalten.

Im Zustand dieser Trance nimmt die Hirnaktivität vor allem im Bereich der Sehrinde deutlich zu. Dadurch werden „Visionen“ – Klänge, Farben, Einsichten, Erkenntnisse – bewusst. Gleichzeitig ist die Nerventätigkeit im Scheitellappen teilweise drastisch gedrosselt. In dieser Hirnregion entwirft der Mensch das Bild von sich selbst. Eine Dämpfung dieses Bereichs bewirkt, dass das Empfinden für innen und außen, für die Wahrnehmung und Begrenzung des Körpers schwindet. Die Aufmerksamkeit ist auf innere Vorgänge gerichtet.

Die zwei folgenden Fotos sind von einer Gehirnmessung mit dem von Martin Schöne entwickelten „Brain Avatar“ im Zustand der durch eine rituelle Körperhaltung induzierten Trance . Siehe auch www.wellcome21.net/brain-avatar/

Trance

taenzer2Die kulturell unterschiedlichen Formen der Trance finden sich seit den ersten Zeugnissen menschlicher Kultur auf allen Kontinenten unserer Erde. So unterschiedlich wie die Kulturen, so unterschiedlich sind auch die Mittel und Techniken, durch die willentlich der Zustand einer schamanischen Trance hervorgerufen werden kann. Entheogene Pflanzen, Körperhaltungen, Rhythmen, Gesänge, Mantras, Fasten, Tanz und Atemtechniken bilden die wichtigsten Zugänge.

„Der tungusische Schamane versteht während seiner Trance die Sprache der ganzen Natur…Jeder Schamane hat sein besonderes Lied, das er anstimmt, um die Geister anzurufen.“
Mircea Eliade: Schamanismus und archaische Ekstasetechniken,
Rascher Verlag Zürich, S. 103

Die schamanischen Trancetechniken ermöglichen eine Verschiebung der
Wahrnehmungsfilter, so dass wir uns immer wieder neu öffnen können für die Vielzahl von Welten, mit denen wir in unserem Alltagsbewusstsein keine Berührung haben. Diese Techniken können auch Pforten öffnen zum nicht-persönlichen Bewusstseinsfeld, in die Informationen allen Seins und aller Seinsmöglichkeiten gespeichert sind – ein sich ständig veränderndes, lebendiges Netz.

Ekstase

Ekstase – der Begriff bezieht sich üblicherweise auf das griechische extasis, das „Heraustreten“, „Außersichsein“, „außer sich stehen“, „Verzückung“, „höchste Hingabe“.
Ekstase ist nicht, wie die klassische Definition sagt, ein „ausser sich sein“ ist. Wenn Ekstase ein „ ausser sich sein“ wäre, dann wären die meisten Menschen unserer Gesellschaft sehr oft im Zustand der Ekstase – „ausserhalb von sich“, ver-rückt im inneren Sein.
Doch Ekstase ist im Erlebenskern Enstase:
zentriert im „Untrennbaren“ zu sein, im „absoluten Sein“ sein, neu gezeugt zu werden, das Einatmen des Feuerhauchs des Geistes der ersten Schöpfung, Verzückung.

„Da hörte ich ohne Laut, da sah ich ohne Licht, da roch ich ohne Bewegen,
da schmeckte ich das was nicht war, da spürte ich das was nicht bestand. Dann wurde mein Herz grundlos, meine Seele lieblos,
mein Geist formlos und meine Natur wesenlos“
Meister Eckhart (1260 – 1328, Theologe, Philosoph, Mystiker)

107-hoehlenzeichnung-4-schamane-s-88-editDas Erleben einer Ekstase ist nicht abhängig von äusserer Bewegung des Körpers, diese innere Erleben der „Verzückung“ kann auch in einem ruhigen äusseren Zustand geschehen.

Ekstatisches Erleben ist gekennzeichnet durch den mit allen Sinnen erfahrenen Zustand eines freudigen, angstfreien Lebensgefühls, einem Gefühle der „Süße“, das zugleich auch das Gefühl von „Geborgensein“, „Verbundenheit mit Allem“ und „Weite“ umfasst, ohne Beschränkung von Zeit und Raum.

„Von allen Erlebnissen, von denen man, um ihre Unvergleichbarkeit zu kennzeichnen, sagt, sie könnten nicht mitgeteilt werden, ist die Ekstase allein ihrem Wesen nach das Unaussprechliche….“
Martin Buber

Das Erreichen dieses Zustands ist möglich durch extreme Einschränkung von Sinnesreizen (z.B. Fasten, Isolation, Askese, Meditation) oder durch den gezielten Einsatz sensorischer Reize (z.B. Rhythmus, Tanz, Gesänge, Atemtechniken, Entheogene, Schmerz).

Ekstatische Erfahrungen prägen, wie Felszeichnungen belegen, sicher schon seit den Frühzeiten das Selbst- und Welterleben des Menschen. Ekstatische Erfahrungen können großer Intensität sein. Sie können Menschen wandeln, Perspektiven, Lebensgefühl und Werte verändern, Sinn gebend wirken und heilende Wirkungen entfalten.

„Ekstase geht tiefer, führt höher hinauf als die gewöhnliche Freude, sie ist nicht anders als durch besondere Disziplin und Geschicklichkeit zu erlernen.“
Alan W. Watts

 

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Wahrnehmung

Wahrnehmung ist Sinneseindruck und bezeichnet eine Bereitschaft, bezogen auf den jetzigen Moment beobachtend aufmerksam zu sein. So wie es die indoeuropäische Wortherkunft von „Wahrnehmung“ impliziert: wardo oder waro = aufmerksam werden, beobachten.

Etwas „führwahr nehmen“ gehört zu einem anderen Wortstamm, zu „Wahrheit“ im Sinne von Vertrauen, Zustimmung, Versprechen, Gunst.

Unsere abendländische Kulturgeschichte ist eng verbunden mit der Definition von Aristoteles, der die sinnliche Wahrnehmung (aisthesis, sensus) und die geistige Wahrnehmung (noesis, intellectus) als einer Art des „einsichtigen Erfassens“ unterschied.

Wahrnehmung als eine Bereitschaft zur Erkenntnis ohne den Hintergrund eines Glaubenssystems unterscheidet nicht zwischen sinnlicher und geistiger Wahrnehmung. Wahrnehmung ist immer ein auf den Moment bezogener Zustand der sinnenhaften und geistigen Aufmerksamkeit.

Es ist nicht möglich, ohne Sinne wahrzunehmen – auch „Denken“ als ein Teil des Wahrnehmungsprozesses löst Sinnesreize aus. Geistige Wahrnehmung als „direkte“ Wahrnehmung des „Unbegreiflichen“ wird über den Körper, über die Sinne vermittelt – auch wenn die wahrgenommene Erkenntnis aus einem „abstrakten“ Raum kommt.
Alles ist immer eine ungeteilte Wirklichkeit – nicht nur philosophisch-theoretisch, sondern ganz konkret.

Die Arbeit an sich selbst, an der Fähigkeit zum Erkennen der Vielfalt von Wirklichkeiten und ihrem Zusammenhang, ist Voraussetzung für eine Wahrnehmung, die nicht eingeschränkt ist durch gewohnte Formen, Erscheinungen und Zusammenhänge.

Wahrnehmung geht über „Sehen“ hinaus, es ist ein Vorgang, der alle Sinne mit einbezieht.

Wahrnehmen heißt, das Wahrzunehmende in seiner Information zu erkennen – losgelöst von seiner äußeren Erscheinungsform.

Bewusste Wahrnehmung ist frei von Interpretationen und Wertungen.

„Die Sinne trügen nicht, aber das Urteil trügt“ – Goethe

Die wichtigste Voraussetzung, um etwas „wahrzunehmen“, ist Aufmerksamkeit.

Drei Voraussetzungen, die den Moment der Wahrnehmung optimieren:

  • Geerdet sein – um nicht in Illusionszustände abzuheben, eigene Wunschvorstellungen zu produzieren.
  • Zentriert sein – um die innere Ruhe zu bewahren, unabhängig davon wie aufregend die Umstände und Ereignisse sind.
  • Regelmäßig atmen – um mit dem Gefühlszentrum verbunden zu sein und seiner Intuition folgen zu können.

„Es gibt nichts auf der Welt, was nicht zu uns spricht. Alles und jedes offenbart ständig seinen Charakter, sein Geheimnis.
Je mehr wir unsere Sinne öffnen, desto besser sind wir imstande, die Stimme von allem aufzunehmen.“
Hazrat Inayat Khan

Alle Texte & Grafiken © Nana Nauwald